Impfzentrum in Büdingen die richtige Entscheidung

Politik
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"Es war die richtige Entscheidung des Wetteraukreises, das Covid-19-Impfzentrum in der ehemaligen Kreisstadt Büdingen einzurichten", so die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des ehemaligen Altkreises Büdingen in einer Pressemitteilung. Entscheidend sei, dass die Immobilie alle Voraussetzungen biete, zügig Massenimpfungen durchzuführen. Und diese Voraussetzungen seien im und um das Gebäude des ehemaligen Obi-Marktes gegeben.

Büdingens Bürgermeister Erich Spamer wies zudem darauf hin, dass das Gebäude von seiner Größe und Aufteilung her die besten Voraussetzungen biete, die große, täglich zur Impfung anstehende Anzahl an Bürgern des Wetteraukreises zu impfen. Gleichzeitig sei neben der sofortigen Verfügbarkeit der Halle die Infrastruktur entscheidend, da das Gebäude, am Ortsrand von Büdingen gelegen, über die genügende Anzahl an Parkplätzen für PKW und Busse verfüge.

Zutreffend sei allerdings, dass der Altkreis Büdingen nur circa ein Drittel und der Westkreis zwei Drittel der Bürger des Wetteraukreises beheimate, so dass mehr Mitbürger des Westkreises sich auf den Weg nach Büdingen machen müssten. Dies sei, so die Ranstädter Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Ditzel an sich kein Problem, "ist doch unsere heutige Gesellschaft so mobil wie nie zuvor".

Die Kritik am Standort mache jedoch einen Punkt mehr als deutlich, der in den vergangenen Jahrzehnten durch die Politik nachhaltig vernachlässigt worden sei. Reichert-Ditzel verweist hier auf den seit Jahrzehnten vernachlässigten Ausbau der Infrastruktur gerade im Ostkreis. In der Tat müssten die Mitbürger des Westkreises lange Fahrzeiten in Kauf nehmen, um nach Büdingen zu kommen. Bezeichnend sei jedoch auch, dass dies umgekehrt ebenso gelte; auch die Bürger des Altkreises Büdingen müssten für eine Fahrt nach Friedberg oder Bad Vilbel sich in Geduld üben und dies seit der Gebietsreform.

Schlecht ausgebaute Straßen und viele Ortsdurchfahrten seien zu passieren, um das gewünschte Ziel hüben wie drüben zu erreichen. Soll heißen: Die Straßen sind nur im geringen Umfang ausgebaut und die Anzahl der Ortsumgehungen lasse zu wünschen übrig. Dies gelte auch für eine Busfahrt von West nach Ost oder von Ost nach West. Der ÖPNV sei wenig ausgebaut zwischen den beiden Altkreisen Friedberg und Büdingen. Auch hier sei die Politik fast 50 Jahre nach dem Zusammenschluss beider Kreise noch gefordert. Vielleicht, so Reichert-Ditzel, sei dies auch ein positiver Aspekt des Standortes des Impfzentrums in Büdingen. Somit trage ja das Impfzentrum dazu bei, allen die Augen zu öffnen, da hier auf dem Weg zum Zusammenwachsen beider Altkreise noch intensive und möglichst zeitnahe Arbeit vor den Kreispolitikern liege.



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