Dorheim: FDP verwundert über Diskussion zur Flüchtlingsunterkunft

Politik
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Die FDP in Friedberg zeigt sich verwundert über die Diskussion zu der vom Wetteraukreis geplanten und sich im Bau befindenden Unterkunft für geflüchtete Menschen in Dorheim. Das Baurecht gebe dem Kreis eindeutig die Möglichkeit, hier auf eigenem Grund und Boden so etwas zu bauen. Und dass der Bedarf für Unterkünfte für geflüchtete Menschen da ist und steigen wird, stehe außer Frage. Umso irritierender sei nun die Diskussion, die der Ortsvorsteher von Dorheim, Dr. Rack (SPD), medial losgetreten hat und die von Bürgermeister Antkowiak unterstützt werde.

Es werde der Eindruck erweckt, dass Zuflucht suchende Menschen weit ab von jeder Siedlung am Rande einer Müllhalde untergebracht werden. „Das ist eine Verdrehung der Realitäten“, so Ralf Maurer, Vorsitzender der Friedberger Liberalen. Die geplante Unterkunft liege in unmittelbarer Nähe zu Dorheim und Schwalheim, die fußläufig innerhalb weniger Minuten auf Rad- und Fußwegen erreichbar seien. In Dorheim ist der Verbrauchermarkt schnell zu erreichen, ebenso gibt es dort und in Schwalheim Anschlüsse mit dem Bus nach Friedberg und Bad Nauheim, welcher von Geflüchteten kostenlos genutzt werden könne. Die Unterkunft liege zwar unmittelbar neben dem Recyclinghof des Wetteraukreises, was nicht schön sei, allerdings auch in direkter Nähe zum Naherholungs- und Naturschutzgebiet Wingert bei Dorheim, welches von vielen Menschen aus der Region bei schönem Wetter für Radtouren und Ausflüge genutzt wird.

„Es wirkt reichlich aus der Zeit gefallen, wenn für Geflüchtete nun Unterkünfte in bester Baulage gefordert werden, während gleichzeitig die hier arbeitenden Menschen, die keine oder nur wenig Sozialleistungen beziehen, sich angesichts enorm steigender Energie- und Lebenshaltungskosten berechtigte Sorgen um ihre Zukunft machen“, so Helge Müller, Vorstandsmitglied der FDP in Friedberg.

Es ist richtig und wichtig, Menschen auf der Flucht vor Krieg und Gewalt in Deutschland Zuflucht zu gewähren. Allerdings müssen hierbei auch immer die Gemeindegröße und das Verhältnis zu den Lebensumständen der hier lebenden Menschen beachtet werden, welche täglich arbeiten gehen, um mit ihren Steuern den Staat überhaupt in die Lage zu versetzen, Geflüchteten auf einem derart hohen Niveau zu helfen, wie das hier in Deutschland möglich ist. Nicht umsonst sei Deutschland Zufluchtsziel Nr. 1 in Europa. Auch wenn in einigen Bereichen, wie z.B. Sprach- und Arbeitsmarktintegration, noch Potential bestehe, sollten von den Politikern nicht völlig überzogene Forderungen gestellt werden, was denn alles für geflüchtete Menschen getan werden müsse.

„Solange Politiker den Menschen in Deutschland erzählen, sie sollen in der aktuellen Krise kalt duschen, sich mit Waschlappen waschen und die Wohnung nur notdürftig heizen, wirken Diskussionen wie von Dr. Rack angestrengt und von Bürgermeister Antkowiak unterstützt wie eine schlechte Satire für die hart arbeitenden Menschen hier im Land und sollten schnellstmöglich auf eine sachliche Ebene geführt werden“, so Achim Güssgen-Ackva, Fraktionsvorsitzender der FDP in der Friedberger Stadtverordnetenversammlung, abschließend.



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