Landrat Weckler: „Wir bauen das Ganztagsangebot an unseren Schulen aus!“

Politik
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Der Kreisausschuss hat eine Prioritätenliste verabschiedet, die jetzt dem Kreistag zur Zustimmung weitergeleitet wird. Wenn das Land die Anträge auf Zuweisung weiterer Lehrerstellen bewilligt, können 15 Wettrauer Schulen ihr Ganztagsangebot ausbauen oder neu auf den Weg bringen.

janwecklerneu87.jpg

Für das Schuljahr 2021/2022 haben drei Wetterauer Grundschulen die Neuaufnahme in den „Pakt für den Nachmittag“ und drei weitere Grundschulen die Neuaufnahme für ein Ganztagsangebot beantragt. Aus neun weiteren Schulen kommen Anträge für den Ausbau des Ganztagsangebotes.

„Aus dem Hessischen Kultusministerium liegt uns bereits die Mitteilung über die Stellenzuweisung für das Schuljahr 2021/2022 vor. Der Wetteraukreis erhält für die Erweiterungen im Ganztag 8,5 Stellen, die wir in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt auch in diesem Jahr den antragstellenden Schulen entsprechend zugeordnet und in einer Prioritätenliste erfasst haben“, erläutert Landrat und Schuldezernent Jan Weckler.

Neue Ganztagsangebote in Hirzenhain und Büdingen
Die Hugo-Buderus-Schule (110 Schülerinnen und Schüler), die Grundschule Wolf (60 Schülerinnen und Schüler) und die Eichbaumschule in Büdingen/Vonhausen (100 Schülerinnen und Schüler) haben die Neuaufnahme in das Ganztagsangebot beantragt.

Aktuell bieten 72 von 88 Schulen im Wetteraukreis Ganztagsangebote an. „Mit der Neuaufnahme von jetzt weiteren sechs Schulen kommen wir nahe an eine hundertprozentige Deckung. Denn für die fünf Berufsschulen und das Burggymnasium als reine Oberstufenschule besteht kein vergleichbarer Bedarf an Ganztagsangeboten“, so Landrat Jan Weckler.

Ganztagsangebote werden in drei Profilen angeboten:
Profil 3 sind Angebote, die an fünf Tagen Betreuung, Unterricht und verpflichtende Angebote in der Zeit von 7:30 bis 16 oder 17 Uhr anbieten.
Im Profil 2 gilt das gleiche Angebot, die Teilnahme ist allerdings für die Schülerinnen und Schüler freiwillig.
Ganztagsangebote im Profil 1 decken Angebote an drei Tagen in der Woche von sieben Zeitstunden, zwischen 7:30 und 14:30 Uhr ab.

Ausbau von Ganztagsangeboten
Weitere Anfragen zum Ausbau des Ganztagsangebotes kommen von der Pestalozzischule, der Selzerbachschule und der Grundschule am Römerbad in Karben, die die Weiterentwicklung ihrer Angebote planen. Einen Mehrbedarf durch wachsende Teilnehmerzahlen melden die Stadtschule Büdingen, die Stadtschule Butzbach, die Gesamtschule Konradsdorf und die John-F.-Kennedy-Schule Bad Vilbel. Das Gymnasium in Nidda befindet sich auf dem Weg zu Profil 2 und hat deshalb einen Mehrbedarf angemeldet, genauso wie die Singbergschule in Wölfersheim, bei der hohe Teilnehmerzahlen in den Stufen 5 und 6 hinzukommen.

Pakt für den Nachmittag
Zusätzlich wollen drei Schulen in den Pakt für den Nachmittag einsteigen: Es sind die Eichendorffschule Niddatal/Ilbenstadt (aktuell rund 120 Schülerinnen und Schüler), die Frauenwaldschule in Bad Nauheim/Nieder-Mörlen (300 Schülerinnen und Schüler) und die Haingrabenschule in Butzbach/Nieder-Weisel (knapp 100 Schülerinnen und Schüler). Die Zuweisung der Landesstellen für Schulen, die im Pakt für den Nachmittag einsteigen, berechnet sich auf der Grundlage eines Schülerfaktors anhand der Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule oder Grundstufe der Förderschule. Diese insgesamt nochmal 4,85 Stellen kommen ergänzend zu den 8,5 Stellen im Ganztag hinzu.

Der Pakt für den Nachmittag beruht auf einer Vereinbarung zwischen Land und Schulträgern. Ziel ist es, neben der individuellen Förderung für Schülerinnen und Schüler einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu leisten. Die teilnehmenden Grundschulen und Grundstufen von Förderschulen verfügen in der Regel an fünf Tagen in der Woche von 7.30 bis 17 Uhr und auch in den Schulferien über ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot. Eltern können dann zwischen mindestens zwei zeitlichen Modulen wählen: einem kürzeren bis 14:30 oder 15 Uhr und einem längeren bis 17 Uhr, auf Wunsch auch mit Ferienbetreuung.

„Auch in diesem Jahr können wir mit der Ausweitung der Ganztagsangebote wieder viele neue Stellen in den Wetteraukreis holen. Damit wollen wir einerseits dem Wunsch vieler Eltern nachkommen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen. Gleichzeitig möchten wir mit der Ausweitung von Ganztagsangeboten für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen“, so Landrat Jan Weckler abschließend.



PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von WETTERAU.NEWS!

online werben