Auf Einladung der gemeinnützigen Butzbacher Stiftung Kultur und politisches Bewusstsein ist die Osteuropa-Historikerin Uta Gerlant aus Berlin am Dienstag, 24. Februar 2026 um 19.00 Uhr im Butzbacher Museum zu Gast. Dort wird sie das Buch „Alles kann sich ändern“ vorstellen; im Anschluss wird es dazu ein Gespräch mit ihr geben. Uta Gerlant war bereits im Jahr 2024 mit einem Vortrag zum Thema "Der Krieg gegen die Ukraine und unsere Sehnsucht nach Frieden" in Butzbach.
„Alles kann sich ändern“ ist ein Zitat aus der Rede eines Studenten, der 2017 in Südrussland unter politischen Anschuldigungen zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt wurde. Es ist zugleich der Titel des Buches, das die Geschichtsaufarbeitungs- und Menschenrechtsinitiative Memorial Deutschland e. V. herausgegeben hat, deren Mitglied Uta Gerlant ist. Das Buch versammelt die letzten Worte von 29 politisch Angeklagten in Russland aus den Jahren 2017 bis 2024. Diese sehr eindrücklichen Reden, u.a. von Maria Aljoschina („Pussy Riot“) und Ilya Jaschin, vermitteln Einblicke in die unterschiedlichen Lebenswelten ihrer Protagonisten und deren Ansichten. Viele von ihnen wurden verurteilt, weil sie die russische Aggression gegen die Ukraine ablehnen. Uta Gerlant, die das Buch maßgeblich betreute, wird eine Einführung geben und aus dem Buch lesen. Im Anschluss gibt es dazu ein Gespräch mit ihr.
Das Buch kann nach Ende der Veranstaltung erworben und auf Wunsch von der Referentin signiert werden. „Wir möchten aufklären über das, was in der Berichterstattung über den Ukraine-Krieg meist zu kurz kommt: Die Rechtlosigkeit und Unmenschlichkeit in Russland selbst, dem Land des Aggressors, aber auch der bewundernswerte Mut der Dissidenten im Angesicht der massiven Repressionen“, erläutert Lothar Jung von der Stiftung Kultur und politisches Bewusstsein. „Ihre Worte zeigen uns, was in Russland wirklich geschieht und mit welchen Verhältnissen sich in Deutschland Vertreter der AfD und des BSW gemein machen, wenn sie die Sache der Unterdrücker und Verächter der Menschenwürde vertreten, ignorieren oder herunterspielen.“ Gerade wurde auch nachgewiesen, dass nach mehreren anderen auch der einflussreichste Systemkritiker der letzten Jahre, Alexei Nawalny, vor zwei Jahren in Russland vergiftet worden ist. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, weitere Informationen zum Programm der Stiftung gibt es unter www.stiftung-kupb.de.
Zeitlich, inhaltlich und in der Person von Uta Gerlant ist die Veranstaltung am Dienstag im Museum gekoppelt mit dem folgenden Vormittag: Dann findet der (nicht öffentliche) Projekttag an der Weidigschule zum Thema Ukraine-Krieg statt, den die Oberstufenschülerinnen Lilia Meyer und Sarah Ludwig mit viel Engagement organisieren. In diesem Rahmen wird Uta Gerlant vor den Schülerinnen und Schülern des Butzbacher Gymnasiums sprechen.

Am kommenden Dienstag, 24. Februar 2026 ist Uta Gerlant um 19.00 Uhr im Butzbacher Museum zu Gast und stellt dort das Buch „Alles kann sich ändern“ vor (vgl. Bericht). Foto: U. Kretschmer
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