Heute schon gelacht? Sie wissen, Lachen ist gesund! Also ran und ordentlich gelacht! Ach, Sie wissen nicht, wie das geht! Jetzt haben Sie ein Problem, oder auch keines, wenn sie ohne Lachen auskommen. Das Gegenteil von Lachen soll Weinen sein. Der Logik nach müsste Weinen krank machen. Was so aber nicht stimmt. Dabei steht fest, alles hat seine Zeit.
Lachen ist nicht nur gesund, wie der Volksmund sagt, sondern eines der wichtigsten angeborenen emotionalen Ausdrucksverhalten von uns Menschen, das nicht nur, aber vor allem in der Gemeinschaft mit Mitmenschen seine Wirkung entfaltet. Lachen ist die natürliche Reaktion eines gesunden Menschen auf erheiternde Situationen. Erscheint aber auch als Entlastungsreaktion nach überwundenen Gefahren oder zur Abwendung drohender sozialer Konflikte sowie als Abwehrmechanismus gegen spontane Angstzustände. Es ist gut zur Festigung sozialer Beziehungen.
Der Wissenschaftszweig, der sich mit dem Lachen beschäftigt, ist die Gelotologie. Auch unsere weitere Verwandtschaft, wie Schimpansen und Bonobos besitzt die Fähigkeit des Lachens. Wenn ein Mensch lacht, werden innerhalb der Gesichtsregion 17 und am ganzen Körper sogar 80 Muskeln betätigt. Die Augenbrauen heben sich, die Nasenlöcher weiten sich, der Jochbeinmuskel zieht die Mundwinkel nach oben, die Augen verengen sich zu Schlitzen, der Atem geht schneller, die Luft schießt mit bis zu 100 km/h durch die Lungen, die Stimmbänder werden in Schwingung versetzt. Lachen stärkt zudem die Funktion der Lungen. Durch die schnelle Atmung transportiert die Lunge drei- bis viermal so viel Sauerstoff wie normal. Der Puls rast, die Durchblutung wird angeregt und fördert die Verbrennung von Cholesterin. Danach nimmt die zuvor gestiegene Herzfrequenz ab und der Blutdruck sinkt anhaltend.
Herzhaftes Lachen kräftigt auch das Herz-Kreislauf-System. 20 Sekunden Lachen entspricht etwa der körperlichen Leistung von drei Minuten schnellem Rudern. Zudem wird die Herzinfarktgefahr durch häufiges Lachen halbiert. Die Zahl der Stresshormone im Blut, Adrenalin und Kortisol, nimmt ab. Glückshormone, so genannte Endorphine, hingegen werden ausgeschieden, Entspannung setzt ein. Auch die Verdauung wird angeregt. Der Stoffwechsel wird somit positiv beeinflusst. Sogar die Schmerzempfindung wird verringert. Selbst gegen Verstopfung, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen soll Lachen helfen. Studien der Lachforschung ergaben, dass Schmerzpatienten nach nur wenigen Minuten Lachen eine Erleichterung erfahren, die mehrere Stunden anhalten kann. Dies geschieht auch durch körpereigene entzündungshemmende Stoffe, die vermehrt produziert werden. Mir hilft das bei der Bewältigung meiner körperlichen Schmerzen.
Weinen ist ein untypischer spontaner Ausdruck, welcher der Mimik zugeordnet wird und oft, aber nicht immer, mit Tränen vergießen einhergeht. Weinen ist nicht an eine bestimmte Gemütsbewegung gebunden und kommt nicht nur bei Schmerz, Trauer, Angst oder Ärger vor, sondern auch bei Freude. Ähnlich wie Lachen ist Weinen eine menschliche Ausdrucksbewegung, die nicht erlernt wird. Doch wird die Äußerung als Sozialverhalten durch situations- und geschlechtsspezifische Rollenerwartungen kulturell verschieden bewertet, wie Jungen dürfen nicht weinen oder lachen. Lassen Sie uns über diesen Teil unserer Erziehung hinweg gemeinsam ohne Grund lachen, Ha, Ha, Ha! Ei Gude, wie!
Zum Autor
Er sei ein waschechter Neuenhaßlauer, sagt er von sich selbst. Helmut Müller (73) ist in Neuenhaßlau als 4. von 7 Kindern geboren und ein typisches Nachkriegskind dazu. Seine Mutter Hessin und evangelisch, sein Vater Sudetendeutscher und katholisch, aber kein Flüchtling, sondern Kriegsgefangener, der nicht in seine angestammte Heimat zurückkonnte. Er wächst in einem 4 Generationen Haus mit den Eltern, sechs Geschwistern, Oma und Opa sowie Onkel und der Ur-Großmutter auf. Der Spielplatz war die Straße. In der Volksschule, die er mit dem Hauptschulabschluss beendete, war deutsch seine erste Fremdsprache, die er lernen musste. In späteren Jahren hat er seine mittlere Reife und das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung nachgeholt und das Ganze als Diplom Verwaltungswirt (FH) abgeschlossen. Er war in etlichen Vereinen aktiv. Man könnte ihn getrost als „Vereinsmeier“ bezeichnen. Er hat dabei fast alle Positionen, die ein Vorstand hat, begleitet. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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