Von Bad Nauheim in die DEL: Baldys wechselt nach Köln

Eishockey
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Er ist einer der legendären Aufstiegshelden: Als der EC Bad Nauheim am 21. April 2013 mit einem 3:2-Sieg in der Verlängerung die Kassel Huskies in die Knie zwang, flippte Matthias Baldys gemeinsam mit seinen damaligen Teamkollegen, Trainer Frank Carnevale und 700 Fans aus der Wetterau aus.

Mit der Rückennummer 8 jubelte Matthias Baldys, tanzte auf dem Eis und feierte mit den Roten Teufeln an diesem denkwürdigen Abend die Oberliga-Meisterschaft und damit den Aufstieg in die neu gegründete DEL2. Baldys, der Stürmer mit dem großen Kämpferherzen, beendete mit diesem Triumph seine Laufbahn und blieb dennoch den Rot-Weißen erhalten. Er tauschte die Schlittschuhe gegen den Bürostuhl und verstärkte das Team hinter dem Team. Zunächst als Leiter der Geschäftsstelle, parallel fungierte Baldys als Nachwuchstrainer, später wurde er Leiter Marketing. Dann übernahm er das Teammanagement und schließlich verantwortete er den sportlichen Bereich – immer in enger Abstimmung mit Geschäftsführer Andreas Ortwein.

Nun verlässt Matthias Baldys die Roten Teufel. Ab dem 15. Mai übernimmt er bei den Kölner Haien die Position „Leiter Hockey Operations“. Diese Stelle war beim Kooperationspartner des EC Bad Nauheim bisher vakant. „Ich verlasse den EC Bad Nauheim schweren Herzens. Aber solch eine Chance gibt es nicht allzu oft. Die Haie zählen seit Jahrzehnten zu den etabliertesten Clubs in der DEL. Köln hat den dritthöchsten Zuschauerschnitt in Europa. Mich erwarten dort spannende Aufgaben. Ich nehme diese Herausforderung gerne an“, sagt Baldys zu seinem Wechsel in die Domstadt.

In Köln kennt er sich bestens aus, das verrät die Vita des heute 37jährigen. Geboren in Kattowitz, aufgewachsen in Wesel am Niederrhein als jüngstes von drei Kindern. Mit sechs Jahren begann Matthias als Knirps beim EHV Wesel mit dem Eishockey. Mit 14 Jahren wechselte er zu de Kölner Haien, durchlief alle Jugendteams bis zur Deutschen Nachwuchs Liga. Er absolvierte sein Diplom der Sportwissenschaften an der Sporthochschule in Köln, aber in den nächsten Jahren konzentrierte er sich auf den Sport. Es folgte der Wechsel in die Oberliga nach Grefrath und über Herne, Leipzig und Oberhausen kam der Angreifer 2007 nach Bad Nauheim. Nach sechs Jahren im Trikot der Rot-Weißen, gekrönt mit dem Aufstieg im letzten Spiel seiner Karriere, folgte ein kurzes Gastspiel in einem Nachwuchsprojekt bei den Berliner Eisbären.

Dann kehrte Baldys zurück nach Bad Nauheim. Er avancierte zur wichtigen Figur in der Geschäftsstelle, war zudem auch als Trainer für die Hessenauswahl der U15 tätig und begleitet seit letzter Saison das Amt des Regionalvorstands Mitte des Hessischen Eishockeyverbandes. Baldys spielt auch nach wie vor mit großer Begeisterung in der Traditionsmannschaft der Roten Teufel.

Nun also der Wechsel von der Wetterau in die Domstadt. Geschäftsführer Andreas Ortwein bedauert den Weggang von Baldys, zeigt aber auch Verständnis: „Das ist eine große Chance für Matthias. Köln ist sicherlich eine der besten Adressen im deutschen Eishockey. Ich wünsche ihm alles Gute und sehe auch einen positiven Aspekt für unseren Verein. Wir haben nun einen direkten Ansprechpartner bei unserem Kooperationspartner, die Wege werden also sehr kurz sein.“

Bei der Suche nach einem Nachfolger werde man sich Zeit lassen und in Ruhe den Markt sondieren, sagt Ortwein. Die sportlichen Planungen wird Baldys gemeinsam mit Trainer Harry Lange und Ortwein bis zu seinem Abschied weiter vorantreiben. „Was den Kader betrifft, sind, wir schon sehr weit. Daher sehen wir an dieser Stelle keine gravierenden Probleme“, ist Lange optimistisch. 

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