Mit dem Ende der Pflanzsaison 2025/2026 zieht HessenForst Bilanz: "Ein wichtiger Meilenstein bei der Wiederbewaldung geschädigter Waldflächen wurde erreicht und die landesweite Mitmachaktion „Dein Tag für den Wald" verzeichnete so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie noch nie zuvor. Seit den verheerenden Extremwetterereignissen ab 2018 hat HessenForst nun rund 10.000 Hektar der über 40.000 Hektar umfassenden Schadflächen im hessischen Staatswald aktiv wiederbewaldet. Seit Beginn der Wiederbewaldung wurden insgesamt 27 Millionen junge Bäume gepflanzt – allein in der zurückliegenden Pflanzsaison 2025/2026 kamen 2,7 Millionen Pflanzen hinzu", heißt es in einer Pressemitteilung.
Im Mittelpunkt der aktuellen Saison standen demnach erneut klimaangepasste Baumarten: "Besonders häufig wurden Eiche und Douglasie gepflanzt. Beide Arten zeichnen sich durch eine hohe Trockenheitstoleranz aus und liefern zugleich wertvolles Holz für Möbel, den Hausbau und andere hochwertige Anwendungen – ein wichtiger Beitrag sowohl für Klimaschutz und -anpassung als auch zur nachhaltigen Holzversorgung."
Natur und Forstleute arbeiten Hand in Hand
Neben der aktiven Aufforstung profitiert HessenForst laut eigenen Angaben zunehmend von natürlichen Prozessen: "Auf großen Teilen der Schadflächen haben sich Bäume durch natürliche Ansamung selbst etabliert. Wo sich bereits ein artenreicher, standortgerechter und klimastabiler Mischwald entwickelt, übernehmen die Försterinnen und Förster diese Naturverjüngung und unterstützen sie gezielt. Auf Flächen, auf denen die natürliche Verjüngung zu wenig Baumartenvielfalt aufweist, werden ergänzend weitere klimastabile Arten nachgepflanzt. Dort, wo sich Baumarten verjüngt haben, die mit dem künftigen Klima nicht gut zurechtkommen, passen die Forstleute die Bewirtschaftung so an, dass möglichst schnell ein Waldumbau hin zu besser geeigneten Baumarten möglich wird."
Neue Schwerpunkte: Pflege und Waldumbau
Mit dem Fortschreiten der Wiederbewaldung habe sich der Arbeitsschwerpunkt von HessenForst verlagert: "Die Pflege der jungen, neu entstandenen Wälder gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, eine möglichst intensive Durchmischung verschiedener Baumarten zu sichern und so stabile, strukturreiche Mischwälder zu entwickeln. Gleichzeitig bleibt der aktive Waldumbau in bestehenden Fichten- und Buchenwäldern ein zentrales Handlungsfeld. Der Wald von morgen entsteht heute – durch umsichtige Planung, engagierte Forstleute und die tatkräftige Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger", betont Pressesprecher Moritz Frey. „Wir sind stolz auf das Erreichte und blicken mit Zuversicht auf die weitere Entwicklung unseres Staatswaldes."
Rekord bei „Dein Tag für den Wald"
Die landesweite Pflanzaktion „Dein Tag für den Wald" erlebt 2026 ihren bisher größten Zuspruch: Knapp 2.900 freiwillige Helferinnen und Helfer beteiligten sich an der Aktion – so viele wie in keinem Jahr zuvor. Gemeinsam pflanzten sie rund 21.600 Bäume und unterstützten darüber hinaus vielfältige weitere Maßnahmen, darunter Müllsammelaktionen in den Wäldern.
Die Aktion findet jährlich rund um den Internationalen Tag des Waldes am 21. März in den hessischen Forstämtern statt und bietet allen Interessierten die Möglichkeit, den Wald aktiv mitzugestalten. „Die Bereitschaft, Zeit und Kraft für unsere Wälder einzusetzen, ist beeindruckend und bewegt uns sehr. Jede einzelne gepflanzte Eiche, jede Douglasie, die in die Erde gebracht wird, ist ein gutes Zeichen für unseren Wald. Denn wer selbst einmal einen Baum gepflanzt hat, entwickelt eine ganz andere Bindung zum Wald und trägt diese Botschaft in sein persönliches Umfeld weiter. Der hessische Wald hat dieses Jahr somit viele neue Botschafterinnen und Botschafter gewonnen. Wir danken allen Beteiligten von Herzen für dieses außergewöhnliche Engagement", so Frey.
Engagement weiterhin möglich
Wer sich über die Pflanzaktionen hinaus für den hessischen Staatswald einsetzen möchte, kann die Klimaanpassung mit einer Spende unterstützen. Weitere Informationen finden sich auf der Website von HessenForst unter dem Stichwort „Unser Wald".
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