Am Sonntag waren rund 4,7 Millionen Menschen in Hessen dazu aufgerufen, neue kommunale Parlamente zu wählen.
In 23 Kommunen wurden auch Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gewählt. Christiane Tietz, Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), sagt mit Blick auf das Wahlergebnis: „Ich freue mich, dass für die überwältigende Mehrheit der Menschen in Hessen demokratische Grundwerte entscheidend sind. Sie haben ihre Stimme Parteien gegeben, die die Würde jedes Menschen achten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und sich für ein friedliches und gerechtes Miteinander einsetzen." Besorgniserregend seien allerdings die Wahlergebnisse in einigen Regionen, in denen rechtsextreme Kräfte hohen Zuspruch fanden. „Für mich ist das ein Signal, dass es wichtig ist, Menschen und ihren Sorgen noch genauer zuzuhören und passende Lösungen anzubieten", so Tietz. Dabei bleibe es eine Herausforderung zu vermitteln, dass „in einer komplizierter werdenden Welt passende Lösungen nicht einfacher werden." Tietz: „Populismus löst keine Probleme."
Kirchenpräsidentin Tietz dankt allen, die sich in der Politik vor Ort ehrenamtlich engagieren und bereit sind, in den kommenden fünf Jahren Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen. „Ihr Einsatz ist ein tragender Pfeiler der Demokratie vor Ort, für den ich Ihnen Freude, Kraft und Gottes Segen wünsche", so Tietz. „Demokratie lebt vom Mitmachen. Menschenwürde, Offenheit und Gerechtigkeit sind tragende Säulen unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft – heute und in Zukunft." Mit dieser zentralen Aussage und der gemeinsamen Kampagne „Aufstehen für" hatten die evangelischen und katholischen Kirchen in Hessen vorab zur Teilnahme an der Kommunalwahl aufgerufen.
Über die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Zum Gebiet der EKHN gehören weite Teile von Mittel- und Südhessen mit dem Rhein-Main-Gebiet sowie ein Teil von Rheinland-Pfalz inklusive Mainz. Die EKHN zählt rund 1,3 Millionen Mitglieder. Kirchenpräsidentin ist Prof. Dr. Christiane Tietz, Präses der Kirchensynode ist Dr. Birgit Pfeiffer. Wie alle evangelischen Kirchen ist die EKHN getragen vom gemeinsamen Engagement der rund 20.000 Hauptamtlichen und der fast 60.000 Ehrenamtlichen, die in Kirchenvorständen, in der Gemeindearbeit und in spezialisierten Funktionen wie der Notfallseelsorge aktiv sind. Zur EKHN gehören zahlreiche Einrichtungen wie beispielsweise rund 600 Kindertagesstätten. Das evangelische Sozial- und Gesundheitswesen ist darüber hinaus u.a. in der Regionalen Diakonie in Hessen und Nassau organisiert, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der EKHN. Die EKHN hat lutherische und reformierte, liberale und pietistische Traditionen. Diese geistliche und gesellschaftliche Vielfalt gibt der EKHN ihr besonderes Profil. Weitere Informationen gibt es unter https://www.ekhn.de/ueber-uns.
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