Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hat die Inflationsrate im Januar 2026 – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – in Hessen 2,1 Prozent betragen. Im Dezember 2025 hatte sie bei 2,2 Prozent, im November 2025 bei 2,5 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat blieb das Niveau der Verbraucherpreise im Januar 2026 unverändert.
Preise für Energie
Energie kostete im Januar 2026 durchschnittlich 0,4 Prozent mehr als im Dezember 2025. Die Kraftstoffpreise lagen im Durchschnitt 6,6 Prozent über dem Niveau des Vormonats: Superbenzin verteuerte sich um 6,6 Prozent, Diesel um 7,0 Prozent. Auch die Heizölpreise (plus 1,0 Prozent) stiegen. Brennholz und Holzpellets sowie Fernwärme kosteten jeweils 0,2 Prozent mehr als im Vormonat. Deutlich günstiger wurden hingegen Erdgas (minus 6,4 Prozent) und Strom (minus 5,5 Prozent). Diese Entwicklung ging einher mit der Abschaffung der Gasspeicherumlage sowie der Bezuschussung der Übertragungsnetzentgelte für Strom seit Beginn des Jahres 2026.
Im Vorjahresvergleich sanken die Preise für Energie im Januar 2026 durchschnittlich um 1,7 Prozent. Dies ist auf gesunkene Preise für Heizöl (minus 8,2 Prozent), Strom (minus 4,6 Prozent) und Erdgas (minus 2,6 Prozent) zurückzuführen. Deutlich teurer wurden indes Brennholz und Holzpellets (plus 10,0 Prozent). Kraftstoffe verteuerten sich um 0,8 Prozent, Fernwärme um 0,2 Prozent.
Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie erhöhten sich die Verbraucherpreise im Januar 2026 in Hessen um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Preise für Nahrungsmittel
Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Januar 2026 gegenüber Dezember 2025 um 1,1 Prozent. Deutlich höhere Preise zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher für Gemüse (plus 4,5 Prozent). Auch Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (plus 1,5 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (plus 0,9 Prozent) waren teurer als im Vormonat. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren erhöhten sich geringfügig um 0,1 Prozent. Günstiger als im Dezember 2025 waren Speisefette und -öle (minus 0,6 Prozent), darunter sanken die Preise für Butter um 1,0 Prozent. Molkereiprodukte kosteten 0,1 Prozent weniger als im Vormonat.
Gegenüber Januar 2025 erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel im Januar 2026 um 2,0 Prozent. Die Teuerung im Bereich der Nahrungsmittel verstärkte sich damit wieder, nachdem sie im Dezember 2025 mit 1,1 Prozent den tiefsten Stand seit Juli 2024 erreicht hatte. Überdurchschnittlich mehr als im Vorjahresmonat kosteten Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (plus 9,4 Prozent). Auch für Obst mussten Verbraucherinnen und Verbraucher mit einem Preisanstieg von 5,5 Prozent deutlich mehr bezahlen als im Januar 2025. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren nahmen um 4,0 Prozent zu, die für Gemüse um 3,5 Prozent. Brot und Getreideerzeugnisse waren um 1,5 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Merklich günstiger waren hingegen Speisefette und Speiseöle (minus 18,1 Prozent), darunter sanken die Preise für Butter um 28,1 Prozent. Ebenfalls preiswerter waren Molkereiprodukte (minus 3,5 Prozent).
Die Veränderung des Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie gegenüber dem Vorjahresmonat, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, stieg im Januar 2026 leicht auf 2,6 Prozent.
Preise für Waren
Die Preise für Waren erhöhten sich im Januar 2026 im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,1 Prozent. Gegenüber Januar 2025 war eine Zunahme von 0,9 Prozent zu verzeichnen. Darunter stiegen die Preise für Verbrauchsgüter im Vergleich zum Vorjahresmonat durchschnittlich um 1,1 Prozent. Zu diesen zählen neben Energieprodukten und Nahrungsmitteln unter anderem auch Kaffee (plus 21,9 Prozent) und Tabakwaren (plus 4,4 Prozent), für die Verbraucherinnen und Verbraucher mehr bezahlen mussten als im Januar 2025.
Gebrauchsgüter waren im Januar 2026 um 0,4 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. So kosteten beispielsweise Personenkraftwagen (plus 2,6 Prozent) sowie Möbel und Leuchten (plus 1,0 Prozent) mehr als im Januar 2025. Dagegen sanken unter anderem die Preise für Fernsehgeräte (minus 14,6 Prozent), Foto- und Filmausrüstung (minus 3,9 Prozent), Haushaltsgroßgeräte (minus 2,4 Prozent) sowie Mobiltelefone (minus 1,3 Prozent).
Preise für Dienstleistungen
Die Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) sanken im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt um 0,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen allerdings überdurchschnittlich um 3,7 Prozent und wirkten somit inflationstreibend.
Dienstleistungen sozialer Einrichtungen verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,5 Prozent. Auch die Preise für Versicherungsdienstleistungen für den Verkehr nahmen deutlich um 7,3 Prozent zu. Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs stieg der Preis des Deutschlandtickets ab dem 01. Januar 2026 von 58 auf 63 Euro. Verbundfahrkarten waren im Januar 2026 durchschnittlich 5,5 Prozent teurer als im Vormonat und 5,9 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Für Pauschalreisen (plus 6,0 Prozent) sowie für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 4,8 Prozent) mussten Verbraucherinnen und Verbraucher ebenfalls mehr bezahlen. Gaststättendienstleistungen waren 3,2 Prozent teurer als im Januar 2025, Telekommunikationsdienstleistungen hingegen 0,4 Prozent günstiger.
Die Wohnungsmieten (Nettokaltmieten) lagen im Januar 2026 um 0,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Januar 2025 stiegen sie um 2,8 Prozent.
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