Wenn die dritte Ausgabe des Großereignisses diesmal pandemiebedingt digital mit Gottesdiensten, Bibelarbeiten und Diskussionsrunden in die eigenen vier Wände kommt, dann ist auch die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) beteiligt: als eine der gastgebenden Kirchen zum ÖKT und als Mitwirkende am Programm.

So ist beim Fernsehgottesdienst zum Auftakt am Donnerstag, 13. Mai, Popkantor Peter Hamburger mit seiner Band dabei. Der Gottesdienst wird ab 10 Uhr in der ARD und per Livestream auf www.oekt.de übertagen. Auch am Freitag, 14. Mai, sind Kirchenmusiker*innen der EKKW mit von der Partie, wenn ab 20 Uhr als musikalischer Höhepunkt das „Oratorium Eins“ uraufgeführt wird. Im Nachtprogramm am Samstag, 15. Mai, ist ab 20 Uhr der südliche Teil der Landeskirche präsent: Die Hanauer Band Banjoory bietet Reggaestyle, und auch das Kinder- und Jugendtanztheater aus Erlensee bereichert das Angebot des ÖKT. Dazu zählen zudem gesellschaftspolitische Diskussionen: Zu den Anschlägen in Hanau am 19. Februar 2020 gibt es am späten Samstagabend ein Publikumsgespräch.

Video: Bischöfin Hofmann und Bischof Gerber besuchten Bahnhofsmission
Bischöfin Dr. Beate Hofmann (EKKW) und Bischof Dr. Michael Gerber (Bistum Fulda) haben eine Dialog-Bibelarbeit gestaltet. „In der Geschichte, mit der wir uns in dieser Bibelarbeit beschäftigen, geht es um Erfahrungen von Sehen und Gesehen-Werden oder Nicht-Sehen und Nicht-Gesehen-Werden“, erklärt Bischöfin Hofmann, die gemeinsam mit Gerber die ökumenische Bahnhofsmission am Bahnhof Wilhelmshöhe besuchte. Dort berichteten Mitarbeitende und Besucher*innen von ihren Erfahrungen. In der Neuen Brüderkirche in Kassel schilderte eine junge Frau aus Syrien ihre Fluchterlebnisse. „Die Botschaft des ÖKT ‚schaut hin‘ heißt für mich: Seht nicht nur, was da ist, sondern nehmt es auch wahr, lasst euch berühren und überprüft auch immer, was ihr wahrnehmt“, resümiert die Bischöfin. Sie wirbt, nicht auf die Schuldigen, sondern auf die Lösungen zu schauen. Der Videobeitrag zum Thema Heilung des Blinden: „Wie sind deine Augen geöffnet worden?“ wird am Samstag ab 8 Uhr über die Internetseite des Kirchentags, aber auch über die landeskirchliche Homepage unter www.ekkw.de abrufbar sein.

Was findet in den Gemeinden statt?
Neben den vielen digitalen Formaten soll sich das Kirchentagsgefühl auch in den Gemeinden ausbreiten – soweit dies unter Pandemiebedingungen möglich ist: Im nordhessischen Naumburg gibt es beispielsweise ökumenische Pilgerwege, rund um die Bergkirche in Gründau werden „Fischbrötchen bei Kerzenschein“ angeboten, in Meerholz-Hailer kann der im ZDF ausgestrahlte Abschlussgottesdienst am Sonntag, 16. Mai, 10 Uhr, als Livestream-Open-Air mitgefeiert werden. Auf einer digitalen Karte werden auf www.oekt.de alle angemeldeten Angebote sichtbar gemacht. Alles Wissenswerte rund um den ÖKT bündelt auch die landeskirchliche Homepage unter www.ekkw.de/oekt

Hintergrund
Ursprünglich als Großveranstaltung gedacht, wird die dritte Ausgabe des ökumenischen Ereignisses aufgrund der Corona-Pandemie digital und dezentral. Ausgangspunkt bleibt Frankfurt am Main. Von hier aus werden vom 13. bis 16. Mai Gottesdienste, Kulturveranstaltungen und thematisches Programm gestreamt. Begleitet von Aktionen und Gottesdiensten in ganz Deutschland sollen sich unter dem Motto „schau hin“ (Mk 6,38) vielfältige Themen und Formen von Begegnung bieten. Das Programm auf www.oekt.de ist frei zugänglich. Um alle Angebote vollumfänglich nutzen zu können, ist die Freischaltung eines kostenlosen, digitalen Tickets notwendig. Bei einzelnen Veranstaltungen ist die Teilnehmendenzahl begrenzt. Für entsprechende Reservierungen stehen noch Restkontingente zur Verfügung. Der ÖKT wird veranstaltet vom Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Nach 2003 in Berlin und 2010 in München findet der Ökumenische Kirchentag 2021 zum dritten Mal statt.

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