Konsumausgaben der Hessinnen und Hessen 2022 gestiegen

Hessen
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Der Konsum der hessischen Privathaushalte ist im Jahr 2022 gegenüber 2021 um 7,9 Prozent oder 1 730 Euro auf 23 490 Euro je Einwohnerin und Einwohner gestiegen. Das zeigen aktuelle Ergebnisse des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“. Damit war die Entwicklung in Hessen schwächer als in Gesamtdeutschland (plus 10,1 Prozent). Auch das Niveau lag in Hessen in 2022 um 0,6 Prozent unter dem Länderdurchschnitt (23 620 Euro je Einwohnerin und Einwohner).

Insbesondere die starken Preiserhöhungen für Energie und Nahrungsmittel haben dazu beigetragen, dass die nominalen Konsumausgaben der Hessinnen und Hessen deutlich höher waren als in den Vorjahren. Bereinigt um die Steigerung der Verbraucherpreise im Jahr 2022 nahm der Konsum pro Kopf in Hessen um 1,2 Prozent zu (Deutschland: plus 3,2 Prozent).

Hessens Sparquote auf Platz vier im Ländervergleich

Konsum ist eine von zwei Möglichkeiten, wie private Haushalte ihr verfügbares Einkommen verwenden können. Die andere ist Sparen. Im Jahr 2022 betrug das verfügbare Einkommen je Einwohnerin und Einwohner in Hessen 25 860 Euro (Deutschland: 25 830 Euro). Mit 23 490 Euro konsumierten die Hessinnen und Hessen 90,8 Prozent ihres verfügbaren Einkommens (Deutschland: 91,4 Prozent). Den Rest (9,2 Prozent bzw. 2 370 Euro) sparten sie.

Da die Zunahme der betrieblichen Versorgungsansprüche (betriebliche Altersvorsorge) ebenfalls dem Sparen zugerechnet wird, lag die Gesamtsumme bei 3 170 Euro je Einwohnerin und Einwohner. Daraus resultiert eine Sparquote von 11,9 Prozent. Die Sparquote ist der Anteil des gesamten Sparens am verfügbaren Einkommen zuzüglich der Zunahme der betrieblichen Versorgungsansprüche. Bundesweit wiesen im Jahr 2022 nur Bayern (12,9 Prozent), Baden-Württemberg (12,8 Prozent) und Berlin (12,5 Prozent) höhere Sparquoten als Hessen auf.

Nach dem Wegfall der coronabedingten Einschränkungen und im Zuge der gestiegenen Inflation näherte sich die Sparquote der hessischen Privathaushalte dem Vor-Corona-Niveau an: Im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 lag sie bei 12,1 Prozent.



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