Das Jahr 2025 ist in wenigen Tagen Vergangenheit. Wir fragen uns, wie schnell ist doch die Zeit verflogen? Bereits das Gestrige zählt schon heute nicht mehr. Womit hängt das zusammen? Was ist der Grund für unser verändertes Zeitempfinden? Der eine meint, dies sei das zunehmende Alter, andere wiederum sagen, es ist die Flut an Informationen und Nachrichten, die täglich auf uns einwirken.
Was immer es sei, das Weihnachtsfest bewirkt etwas Ursprüngliches und zugleich Verbindendes zwischen den Menschen, zumal Heiligabend ein Fest des Friedens und der Liebe sein soll. Nicht allein in Deutschland, sondern in ganz Europa und rund um den Globus erinnern sich die Menschen an die Geburt von Jesus Christus – und das selbst dann, wenn sie anderen Glaubens sind.
Mit der weltweiten Verbreitung des Christentums hat sich Weihnachten überall auf der Welt fest etabliert. Die Vermischung der europäischen Verhaltensmuster mit den einheimischen Verhältnissen hat dabei zu Szenarien geführt, die uns als skurril, mitunter fast heidnisch erscheinen. So führen junge Leute auf den Philippinen aus diesem Anlass bereits im November Hirtenspiele begleitet von nächtlichem Feuerwerk auf.
Die amerikanischen Weihnachtsbräuche sind Spiegelbild der europäischen Einwanderer. Die Engländer brachten die Figur Santa Claus mit und aus Skandinavien stammen Schlitten und Rentiere. Kaum jemand weiß, dass das heutige Aussehen des Santa Claus mit seinem roten Mantel von Coca-Cola kreiert wurde: 1931 beauftragte Coca-Cola den schwedisch-amerikanischen Zeichner Haddon Sundblom mit der entsprechenden Gestaltung einer weihnachtlichen Anzeigenserie.
Japan orientiert sich stark am amerikanischen Vorbild – entsprechend kommerzialisiert ist die Weihnachtszeit. Die Geschenke bringt im Land der aufgehenden Sonne der "Hoteiosho". Er ist Weihnachtsmann und Krampus in einer Person. Der Legende nach hat der "Hoteiosho" Augen im Hinterkopf und achtet – wie bei uns Knecht Ruprecht - besonders auf das Benehmen der Kinder.
Der Tannenbaum hat sich als Symbol für fortdauerndes Leben - auch in der dunklen, kalten Jahreszeit – global durchgesetzt. Ob Tanne oder Fichte - wichtig allein ist das Immergrün der Nadelbäume. Mit diesem Symbol haben Dichter, Maler und Fotografen das Bild der typisch deutschen Weihnacht in der ganzen Welt verbreitet: Die Familie steht mit vor Glück strahlenden Kindern singend vor dem bunt geschmückten Weihnachtsbaum und verkörpert eindrucksvoll die Sehnsucht nach Frieden und einer heilen Welt.
Liebe Leserinnen und Leser,
Wie immer gönne ich mir zum Jahreswechsel eine Auszeit und werde mich erst in der letzten Januarwoche 2026 mit dieser Kolumne wieder melden. Bitte bleiben Sie mir bis dahin gewogen. Ich wünsche Ihnen eine erfreuliche Zeit, gute Besinnung auf Wesentliches und vor allen Dingen Gesundheit.
Zum Autor
Im Jahre 1971 startete Hans-Jörg Vogler (75) als nebenberuflicher Vereinsberichterstatter seine journalistische Karriere. Nach Stationen als Redaktionsleiter und Publizist mehrsprachiger, internationaler Kundenmagazine sowie als Autor von mehreren Büchern ist der gelernte Redakteur als "Freier Autor" aktiv. Von 1977 bis 2001 gehörte Vogler - mit einer kurzen Unterbrechung - als CDU-Abgeordneter dem Main-Kinzig- Kreistag an und war zehn Jahre lang CDU-Fraktionsvorsitzender in Erlensee. Partei und aktiver Politik hat er vor mehr als 20 Jahren den Rücken gekehrt. Er lebt heute mit seiner Familie in Biebergemünd.
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